/ Schule & Gemeinschaft / IT und Medien

IT und Medien

Das Staffelsee-Gymnasium verfolgt einen stufenweisen Aufbau der Medienbildung. Bewährte analoge Arbeitsweisen bilden insbesondere in den unteren Jahrgangsstufen weiterhin eine wichtige Grundlage. Digitale Medien werden dort eingesetzt, wo sie das fachliche Lernen und den Erwerb von Medienkompetenz sinnvoll unterstützen, vertiefen oder neue Lern- und Arbeitsformen ermöglichen.

Die Schülerinnen und Schüler werden schrittweise an das digitale Arbeiten herangeführt. Eine vollständige Abhängigkeit von einem eigenen digitalen Endgerät wird in den unteren Jahrgangsstufen bewusst vermieden. Die verbindliche 1:1-Ausstattung beginnt erst mit der 10. Jahrgangsstufe.

Die technische Grundlage des digitalen Arbeitens bildet das zentral verwaltete Schulnetz. Über einheitliche Benutzerkonten erhalten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte Zugriff auf persönliche Dateiablagen, gemeinsame Arbeitsbereiche und die zentralen schulischen Dienste.

Die bereits vor der Corona-Pandemie eingeführte Schulcloud ist in diese Infrastruktur eingebunden. Sie ermöglicht den ortsunabhängigen Zugriff auf ausgewählte Dateiablagen des Schulnetzes und ergänzt diese um Funktionen für Freigaben, Abgaben, Zusammenarbeit und Kommunikation. Die BayernCloud Schule und weitere digitale Werkzeuge kommen dort ergänzend zum Einsatz, wo sie für den jeweiligen Zweck sinnvoll sind.

Die private Smartphonenutzung ist vom schulisch gesteuerten Einsatz digitaler Endgeräte zu unterscheiden. In den Jahrgangsstufen 5 bis 9 stellt die Schule die für den Unterricht erforderlichen digitalen Endgeräte bereit. Ab Jahrgangsstufe 10 werden im Rahmen der 1:1-Ausstattung auch persönliche Endgeräte der Schülerinnen und Schüler eingesetzt.

Wissenswertes

Vom angeleiteten zum selbstständigen digitalen Arbeiten

Das digitale Programm des Staffelsee-Gymnasiums führt schrittweise von einer angeleiteten und punktuellen Nutzung digitaler Werkzeuge hin zum selbstständigen und wissenschaftspropädeutischen Arbeiten.

In der Jahrgangsstufe 5 werden zunächst gemeinsame Grundlagen geschaffen. Die Schülerinnen und Schüler lernen die schulischen Benutzerkonten, das Schulnetz, die Schulcloud und grundlegende Arbeitsweisen am Computer kennen. Ein eigenes digitales Endgerät wird nicht vorausgesetzt.

In den Jahrgangsstufen 6 und 7 stehen erste Formen der Medienproduktion sowie die verständliche und ansprechende Präsentation eigener Arbeitsergebnisse im Mittelpunkt. Digitale Werkzeuge werden zunehmend in den Fachunterricht einbezogen.

In den Jahrgangsstufen 8 und 9 werden digitale Medien regelmäßig für fachbezogene Recherchen, Auswertungen, Darstellungen und eigene Medienprodukte eingesetzt. Persönliche Endgeräte sind weiterhin keine Voraussetzung; die benötigte Ausstattung wird von der Schule bereitgestellt.

Mit der Jahrgangsstufe 10 beginnt die verbindliche 1:1-Ausstattung. Die Schülerinnen und Schüler nutzen ihr persönliches Endgerät regelmäßig für fachliche Arbeitsprozesse, digitale Materialien, Zusammenarbeit, Präsentation und Kommunikation.

In den Jahrgangsstufen 11 bis 13 werden diese Arbeitsformen vertieft. Im Mittelpunkt stehen zunehmend selbstständige Recherche, kritische Quellenprüfung, die strukturierte Bearbeitung komplexerer Aufgaben sowie die Vorbereitung auf wissenschaftliches Arbeiten. Dazu gehört auch ein reflektierter und verantwortungsvoller Umgang mit künstlicher Intelligenz.

Digitale Ankerpunkte

Vier schulweite digitale Ankerpunkte schaffen gemeinsame Grundlagen:

  • Digitale Früherziehung in Jahrgangsstufe 5
  • PowerPoint für Fortgeschrittene in Jahrgangsstufe 7
  • Onboarding der 1:1-Klassen in Jahrgangsstufe 10
  • Wissenschaftliches Arbeiten und KI in Jahrgangsstufe 12

Ergänzt werden diese Ankerpunkte durch die Beiträge der einzelnen Unterrichtsfächer, Angebote zur Medienprävention und die Möglichkeit, freiwillige ICDL-Prüfungen abzulegen.

Digitale Lern- und Arbeitsumgebungen

Damit digitale Arbeitsformen in allen Jahrgangsstufen sinnvoll eingesetzt werden können, stehen am Staffelsee-Gymnasium unterschiedliche, aufeinander abgestimmte Lern- und Arbeitsumgebungen zur Verfügung. Schülerinnen und Schüler können dadurch auch vor Beginn der 1:1-Ausstattung mit schulischen Geräten digital arbeiten.

Digitales Klassenzimmer

Alle regulär genutzten Unterrichtsräume sind nach einem gemeinsamen Grundprinzip als digitale Klassenzimmer ausgestattet. Die klassische grüne Tafel bleibt dabei als große und jederzeit verfügbare Arbeitsfläche vollständig erhalten. Die digitale Technik ergänzt sie dort, wo sie einen zusätzlichen Nutzen für den Unterricht bietet.

Zur Ausstattung gehören ein fest installierter Arbeitsplatzrechner, eine Dokumentenkamera, ein Beamer mit zentraler Projektionsfläche sowie eine leistungsfähige Audioanlage und WLAN in jedem Klassenzimmer und Arbeitsraum. Mobile Geräte können drahtlos mit der Präsentationstechnik verbunden werden. Dadurch lassen sich auch Arbeitsergebnisse von Schülerinnen und Schülern unkompliziert im Unterricht präsentieren.

Die Ausstattung ist bewusst modular aufgebaut. Einzelne Komponenten können unabhängig voneinander gewartet, weiterverwendet und bei Bedarf ersetzt werden, ohne dass das gesamte System erneuert werden muss.

Computerräume

Das Staffelsee-Gymnasium verfügt über zwei Computerräume mit jeweils 32 vollständigen Schülerarbeitsplätzen. Jede Schülerin und jeder Schüler kann dort an einem eigenen, zentral verwalteten Computer arbeiten.

Auf den Geräten steht neben der üblichen Standardsoftware eine umfangreiche Auswahl an Fachprogrammen zur Verfügung, unter anderem für Informatik, Mathematik, Naturwissenschaften, Robotik, Medienbearbeitung und technische Gestaltung. Die Computerräume werden auch für digitale Prüfungs- und Unterrichtsformate eingesetzt, bei denen zentral verwaltete schulische Geräte erforderlich sind.

Mobile Geräte-Pools

Für den flexiblen Einsatz in den Unterrichtsräumen stehen mobile Windows-Notebooks zur Verfügung. Ein vollständiger Klassensatz wird in einem Notebookwagen aufbewahrt; ein weiterer kleinerer Pool kann unabhängig davon eingesetzt werden.

Die Geräte sind zentral verwaltet und weitgehend wie die stationären Schülerrechner in das Schulnetz eingebunden. Sie ermöglichen digitalen Unterricht auch dort, wo kein Computerraum genutzt wird und die Schülerinnen und Schüler noch nicht über ein persönliches Endgerät verfügen.

Die mobilen Geräte-Pools sollen schrittweise ergänzt und erneuert werden. Zusätzlich ist der Aufbau mobiler iPad-Pools vorgesehen, die insbesondere für kurzfristige und flexible Unterrichtsszenarien in den Jahrgangsstufen vor Beginn der 1:1-Ausstattung genutzt werden können.

Schulnetz, Dateiablagen und Schulcloud

Das zentral verwaltete Schulnetz verbindet die digitalen Klassenzimmer, Computerräume, mobilen Geräte-Pools und persönlichen Endgeräte mit den schulischen Diensten. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte verfügen über einheitliche Benutzerkonten und persönliche Dateiablagen.

Für den Unterricht stehen zusätzlich zentral verwaltete Arbeitsbereiche zur Verfügung. Lehrkräfte können dort Materialien bereitstellen, Schülerinnen und Schüler können Arbeitsergebnisse geschützt abgeben, und in gemeinsamen Bereichen können Dateien innerhalb von Klassen, Kursen und Projekten bearbeitet und ausgetauscht werden.

Die Schulcloud ermöglicht den Zugriff auf die dafür vorgesehenen Dateiablagen auch außerhalb des Schulgebäudes. Sie greift dabei auf dieselben Dateien und Berechtigungen zurück, die innerhalb des Schulnetzes gelten. Es entsteht somit keine zweite, getrennte Ablagestruktur.

Über Nextcloud Talk stehen ergänzend Funktionen für die schulische Kommunikation und Zusammenarbeit zur Verfügung. Ab Jahrgangsstufe 10 wird Talk für die direkte schulische Kommunikation mit den Schülerinnen und Schülern genutzt.

1:1-Ausstattung ab Jahrgangsstufe 10

Mit Beginn der Jahrgangsstufe 10 wird ein persönliches digitales Endgerät zu einem regelmäßigen schulischen Arbeitsmittel. In den Jahrgangsstufen 5 bis 9 wird ein solches Gerät bewusst noch nicht vorausgesetzt.

Das Staffelsee-Gymnasium arbeitet bei der 1:1-Ausstattung systemoffen. Pädagogisch entscheidend sind nicht ein bestimmter Hersteller oder ein einzelnes Betriebssystem, sondern die benötigten Funktionen, die zuverlässige Nutzung im Unterricht und der Zugang zu den schulischen Diensten. Die Geräte müssen sich mit dem WLAN, der Schulcloud und der Präsentationstechnik der digitalen Klassenzimmer verbinden lassen.

Das persönliche Endgerät wird nicht als bloßer Ersatz für Heft und Ordner verstanden. Digitale Mitschriften sind möglich, bilden aber nur einen Teil der Nutzung. Im Mittelpunkt stehen fachbezogene Arbeitsprozesse: Informationen recherchieren und beurteilen, Materialien sammeln und strukturieren, Texte und Daten auswerten, Medienprodukte erstellen, gemeinsam arbeiten, Ergebnisse präsentieren und geeignete Fachanwendungen nutzen.

In der Oberstufe erhält die 1:1-Ausstattung zunehmend eine wissenschaftspropädeutische Ausrichtung. Die Schülerinnen und Schüler lernen, digitale Werkzeuge selbstständig auszuwählen, wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Quellen zu unterscheiden, umfangreichere Arbeitsprozesse zu organisieren und Ergebnisse nachvollziehbar aufzubereiten. Auch künstliche Intelligenz kann dabei als Werkzeug eingesetzt werden. Ihre Ergebnisse und Quellen müssen jedoch kritisch geprüft werden; die Verantwortung für die eigene Arbeit verbleibt bei den Schülerinnen und Schülern.

Zu Beginn der Jahrgangsstufe 10 findet ein gemeinsames Onboarding statt. Dabei werden die Geräte in die schulische Infrastruktur eingebunden und grundlegende Arbeitsabläufe eingeübt. Behandelt werden unter anderem Dateiorganisation, Datensicherung, Schulcloud, digitale Kommunikation, PDF-Dateien, Präsentationstechnik, Datenschutz, Urheberrecht sowie die schulischen Regeln zur Gerätenutzung.

Für vorübergehend fehlende oder defekte persönliche Geräte hält die Schule Leih- und Ersatzgeräte bereit.


Schulinterne Lehrerfortbildungen im Bereich des digitalen Unterrichts

Eine verlässliche technische Ausstattung allein führt noch nicht zu gutem digital gestütztem Unterricht. Deshalb verbindet das Staffelsee-Gymnasium die Weiterentwicklung seiner IT-Infrastruktur mit einem kontinuierlichen Fortbildungsangebot für die Lehrkräfte.

Alle neuen Lehrkräfte erhalten eine verbindliche Einführung in die schulischen IT-Systeme, die digitalen Klassenzimmer, die Schulcloud, die Kommunikationswege und die vorhandenen Unterstützungsangebote.

Lehrkräfte, die in einer 1:1-Klasse unterrichten, nehmen zusätzlich an einer organisatorischen und technischen Einführung teil. Dabei werden unter anderem die Präsentation von Lehrer- und Schülergeräten, die Bereitstellung und Abgabe digitaler Materialien sowie die gemeinsamen Regeln für die Gerätenutzung behandelt.

Regelmäßige schulinterne Fortbildungen greifen konkrete Unterrichtssituationen auf. Themen sind beispielsweise interaktive Übungen, gemeinsames digitales Arbeiten, Präsentation, Unterrichtsorganisation, künstliche Intelligenz, Quellenkritik, Datenschutz und Urheberrecht.

Ergänzend findet innerhalb der Fachschaften ein fachbezogener Austausch statt. Bewährte Materialien und Unterrichtsideen werden gemeinsam weiterentwickelt und für andere Lehrkräfte zugänglich gemacht. Erkenntnisse aus externen Fortbildungen werden in die Fachschaften oder das gesamte Kollegium weitergegeben.


ICDL-Prüfungszentrum

Das Staffelsee-Gymnasium ist seit November 2019 als ICDL-Prüfungszentrum akkreditiert. Der ICDL – International Certification of Digital Literacy – ist ein international anerkanntes Zertifikat, mit dem grundlegende und anwendungsbezogene digitale Kompetenzen nachgewiesen werden können.

Die Inhalte des ICDL werden am Staffelsee-Gymnasium nicht nur in einem einzelnen Wahlkurs behandelt. Wesentliche Kompetenzen werden im regulären Unterricht und in den schulweiten digitalen Ankerpunkten aufgegriffen. Dazu gehören insbesondere Präsentationen, Computer- und Online-Grundlagen, Tabellenkalkulation und Textverarbeitung.

Damit erhalten grundsätzlich alle Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, zentrale Inhalte kennenzulernen und anzuwenden. Wer darüber hinaus ein ICDL-Zertifikat erwerben möchte, kann die entsprechenden Themen selbstständig vertiefen und freiwillig an den Prüfungen teilnehmen.

Die Prüfungen werden direkt am Staffelsee-Gymnasium durch hierfür zertifizierte Lehrkräfte durchgeführt. Zeitpunkt und Reihenfolge können an den individuellen Lernfortschritt angepasst werden. Das ICDL-Angebot wird vom Förderverein des Staffelsee-Gymnasiums unterstützt.


Medien-Präventionsarbeit

Medienbildung umfasst am Staffelsee-Gymnasium nicht nur die sichere und produktive Nutzung digitaler Werkzeuge. Ebenso wichtig ist die kritische, verantwortungsbewusste und präventive Auseinandersetzung mit digitalen Medien.

Die Inhalte beginnen bereits in den unteren Jahrgangsstufen und werden altersgerecht erweitert. Zu Beginn stehen insbesondere der sichere Umgang mit Zugangsdaten und Passwörtern, Datenschutz sowie verantwortungsvolle digitale Kommunikation im Mittelpunkt.

In den folgenden Jahrgangsstufen werden unter anderem soziale Medien, Cybermobbing, Online-Pornografie, Cybersecurity und Deepfakes behandelt. In der Oberstufe kommen insbesondere Chancen, Risiken und gesellschaftliche Folgen künstlicher Intelligenz sowie rechtliche und ethische Fragestellungen hinzu.

Ein wichtiger Bestandteil ist die Arbeit der Netpiloten. Im Peer-to-Peer-Ansatz geben ausgebildete Schülerinnen und Schüler ihr Wissen und ihre Erfahrungen an jüngere Jahrgangsstufen weiter und unterstützen sie dabei, das eigene Medienverhalten zu reflektieren.

Weitere wiederkehrende Bausteine sind die Medienkompetenztage in den Jahrgangsstufen 8 und 11. Sie bündeln mehrere aktuelle Themen in einem gemeinsamen schulweiten Format und ergänzen die Arbeit in den einzelnen Unterrichtsfächern.

Die schulische Präventionsarbeit ist mit den Inhalten des Medienführerscheins Bayern abgestimmt. Neben Lehrkräften wirken insbesondere die Schulsozialarbeit, die Netpiloten und bei Bedarf externe Fachleute mit. Eltern und Erziehungsberechtigte werden durch Informationen, Elternabende und ergänzende Vorträge in die Medienerziehung einbezogen.

Medienprävention wird damit nicht als einzelne Veranstaltung verstanden, sondern als kontinuierlicher und fachübergreifender Bildungsauftrag.


Medienkompetenzteam/ Medienkompetenztage

Medienkompetenztag, Jahrgangsstufe 08
zum Thema DeepFake und Umgang mit Online-Pornographie

Medienkompetenztag, Jahrgangsstufe 11
zum Thema Künstliche Intelligenz


Digitale Kommunikation zwischen Eltern, Lehrkräften bzw. der Schulleitung und den Schülerinnen und Schülern 

  • via Schulcloud
  • via Bayern-Cloud-Schule (beinhaltet u.a. Mebis, Messenger, Videokonferenztool visavid)
  • via Elternportal
  • via Dienst-E-Mail
  • via Nextcloud Talk zwischen Schüler/-innen und Lehrkräften



Julia Spindler
IT am SGM


Wird geladen